| WASSER & ÖL — PIKTORALER IMPULS — WHAT BECOMES A LEGEND MOST — INTERVIEW 1999 — REFLEXIONEN — RELAXATIONS — REALITY CHECK | |||||||
REflexionen
Die Bedingungen der Malerei als materielle Tätigkeit werden reflektiert:
Bildträger, Farbe, Textur, Pinsel und Malverfahren. Die Erkenntnis, dass
der subjektiv-expressive Gehalt eines abstrakten Gemäldes unbrauchbar
geworden war führt zu einer Dekonstruktion des angeblich "expressiven"
Inhalts der Abstraktion. Es geht darum, die Annahme eines autonomen Subjekts
- fähig sich selbst durch einen geschlossenen Code von Pinselstrichen
und Farbklecksen zu repräsentieren - ad absurdum zu führen.
Es geht darum, die Frage nach Authentizität und Erscheinung eines expressiv
gemalten Bildwerks zu hinterfragen. Wenn die Wahrnehmung nicht mehr hartnäckig
an einer idealistisch-ästhetischen Einstellung, an der Konsumation von
geistigen oder expressiven Inhalten festhält; wenn die Wirklichkeit als
Folge technischer Perfektionierung von Fotografie und ihrer Manipulation zunehmend
problematisch erlebt wird, eröffnet "Malerei als Reflexion"
neue Bereiche von sensueller Differenzierung und Wahrnehmung. Der konzeptuelle
Ansatz dieser künstlerischen Praxis im Medium Malerei stellt eine thematische,
wie ästhetische Entlastung dar.
Ein gestischer Pinselstrich, nicht mehr als materielle Realität erfahrbar,
sondern in seiner "Realität" durch die Auflösung in Pixel
auf dem Bildschirm relativiert, erhält eine neue Identität und wird
in seinem Wesen neu wahrgenommen. Diese neue Verfügbarkeit, die die digitale
Kultur ermöglicht, wenn Bilder am Computer und nicht mehr auf der Leinwand
entstehen, schafft neue Lesbarkeiten und neue Bedeutungen für das Wesen
des Bildes selbst.
Gibt es eine konzeptuelle Malerei? Wie komme ich von der Ästhetik eines
Bildes zu einer Mathematik des Bildes? Wie kann ich den Akt der Planung als
Teil der Produktion integrieren? Wie kann man mittels Malerei eine Entauratisierung
der Subjektivität herbeiführen? Und noch einen Schritt weiter gedacht
- wie kann man das Verhältnis von Primärinformation (Kunstwerk)
und Sekundärinformation (Vermittlung) erweitern, indem man es in dieser
Reihenfolge wieder in Primärinformation umwandelt? Oder wie kann ich
eine kommunikationsorientierte Umwertung von Original und Reproduktion wieder
in ein neues Original führen?
REflexionen
Die Bedingungen der Malerei als materielle Tätigkeit werden reflektiert:
Bildträger, Farbe, Textur, Pinsel und Malverfahren. Die Erkenntnis, dass
der subjektiv-expressive Gehalt eines abstrakten Gemäldes unbrauchbar
geworden war führt zu einer Dekonstruktion des angeblich "expressiven"
Inhalts der Abstraktion. Es geht darum, die Annahme eines autonomen Subjekts
- fähig sich selbst durch einen geschlossenen Code von Pinselstrichen
und Farbklecksen zu repräsentieren - ad absurdum zu führen.
Es geht darum, die Frage nach Authentizität und Erscheinung eines expressiv
gemalten Bildwerks zu hinterfragen. Wenn die Wahrnehmung nicht mehr hartnäckig
an einer idealistisch-ästhetischen Einstellung, an der Konsumation von
geistigen oder expressiven Inhalten festhält; wenn die Wirklichkeit als
Folge technischer Perfektionierung von Fotografie und ihrer Manipulation zunehmend
problematisch erlebt wird, eröffnet "Malerei als Reflexion"
neue Bereiche von sensueller Differenzierung und Wahrnehmung. Der konzeptuelle
Ansatz dieser künstlerischen Praxis im Medium Malerei stellt eine thematische,
wie ästhetische Entlastung dar.
Ein gestischer Pinselstrich, nicht mehr als materielle Realität erfahrbar,
sondern in seiner "Realität" durch die Auflösung in Pixel
auf dem Bildschirm relativiert, erhält eine neue Identität und wird
in seinem Wesen neu wahrgenommen. Diese neue Verfügbarkeit, die die digitale
Kultur ermöglicht, wenn Bilder am Computer und nicht mehr auf der Leinwand
entstehen, schafft neue Lesbarkeiten und neue Bedeutungen für das Wesen
des Bildes selbst.
Gibt es eine konzeptuelle Malerei? Wie komme ich von der Ästhetik eines
Bildes zu einer Mathematik des Bildes? Wie kann i?????e???A??nch den Akt der Planung als
Teil der Produktion integrieren? Wie kann man mittels Malerei eine Entauratisierung
der Subjektivität herbeiführen? Und noch einen Schritt weiter gedacht
- wie kann man das Verhältnis von Primärinformation (Kunstwerk)
und Sekundärinformation (Vermittlung) erweitern, indem man es in dieser
Reihenfolge wieder in Primärinformation umwandelt? Oder wie kann ich
eine kommunikationsorientierte Umwertung von Original und Reproduktion wieder
in ein neues Original führen?