{"id":1360,"date":"2016-01-17T17:40:07","date_gmt":"2016-01-17T16:40:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.maderthaner.cc\/?page_id=1360"},"modified":"2016-02-29T17:58:45","modified_gmt":"2016-02-29T16:58:45","slug":"p-i-l-t-z","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.maderthaner.cc\/index.php\/projects\/p-i-l-t-z\/","title":{"rendered":"P.I.L.T.Z."},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243;][et_pb_image admin_label=&#8220;Bild&#8220; src=&#8220;https:\/\/www.maderthaner.cc\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/piltz.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; url_new_window=&#8220;off&#8220; animation=&#8220;right&#8220; sticky=&#8220;off&#8220; title_text=&#8220;piltz&#8220; alt=&#8220;piltz&#8220; \/][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_3&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8220;titel&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;left&#8220;]<\/p>\n<h4>P.I.L.T.Z.<\/h4>\n<p>Diplomausstellung in der IG bildende Kunst Grafik und Konzept Franziska Maderthaner \u00a0[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;p.i.l.t.z.&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;left&#8220;]<\/p>\n<p>Beitr\u00e4ge von: Markus Br\u00fcgger, Thomas G\u00e4nszler, Johann -Peter Hlustig, Doris Kepplinger, Karin Mihatsch, Silke Pfeifer, Stefan Purucker, Christoph Puschnik, Stefanie Sandh\u00e4ugel, Florian Schafschetzy, Tatia Skhirtladze, Theresia Trappl, Peter Wannerer, Paul Wagner, Verena Wagner<\/p>\n<p>17. Oktober \u2014 31.Oktober 2002<br \/>\nIG BILDENDE KUNST 1060 Wien, Gumpendorferstrasse 10-12<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>AFTER UNIVERSITY<\/h5>\n<p>\u201cthe future is your choice\u201d \u2014 Die Hipness der Bedeutungsleere dieses Satzes klingt zwar wie ein griffiger Werbeslogan; als mission statement von P.I.L.T.Z steht es als ironisches Zitat f\u00fcr die scheinbaren Wahlm\u00f6glichkeiten von jungen Menschen: F\u00fcr die Erlangung eines virtuellen Studienplatzes an der P.I.L.T.Z. \u2014 der privaten Universit\u00e4t f\u00fcr Kultur mit Akkreditierung.<\/p>\n<p>Vor drei Jahren gegr\u00fcndet stellt P.I.L.T.Z. ein neues Modell und \u00dcbungsfeld f\u00fcr Kulturvermittlung und k\u00fcnstlerischer Arbeit dar. In einer Zeit, in der staatliche Institutionen ihr Monopol auf Definition gesellschaftsrelevanter Normen und Massst\u00e4be verlieren, in der Kunstuniversit\u00e4ten nach neoliberalen Effizienzkriterien ihre Bed\u00fcrfnisse formulieren sollen und restaurative Strukturen jegliche Freir\u00e4umen zur notwendigen Selbstfindung in der Kunst- und Kulturbildung eliminieren, zeigt P.I.L.T.Z. einen neuen Weg.<br \/>\nAbseits \u00fcberkommener Traditionen und Doktrinen entwickelt P.I.L.T.Z. ein erweitertes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr soziale Verantwortung und individuelle Entfaltung, f\u00fcr die Entwicklung eigener Schwerpunktsetzungen in der intellektuellen und k\u00fcnstlerischenWelt und der Entdeckung neuer Lebens- und Lernformen, f\u00fcr die im &#8222;normalen&#8220; Universit\u00e4tsalltag wenig Platz ist.<\/p>\n<p>Die Basis von P.I.L.T.Z. bilden 12 autonom verwaltete und unterschiedlich strukturierte Institute. Die Vision von P.I.L.T.Z. beruht auf der Erkenntnis der allm\u00e4hlichen Aufl\u00f6sung modernistischer Werturteile, traditioneller Meisterschaften und subjektorientierter Autonomie und damit zur notwendigen Entwicklung eines neuen Werk- und Produktionsbegriffs, eines kritischen Institutionsverst\u00e4ndnisses und der Reflexion gesellschaftlicher Kontexte.<\/p>\n<p>P.I.L.T.Z. realisiert sich in materiellen Kunstwerken, die von ihren StudentInnen erdacht und produziert werden. Somit wird P.I.L.T.Z. \u2014 urspr\u00fcnglich als ironischer Kommentar gedacht \u2014 zu einem Strategiemodell.<br \/>\n&#8222;Die kulturellen Strategien, die fr\u00fcher als subversiv galten, grenzten sich durch ein fundamental anderes Wertesystem von der hegemonialen Kultur und deren Wertesystem ab.Die zeitgen\u00f6ssischen Taktiken zeigen dagegen v\u00f6llig gewandelte Ausgangspunkte. Ganz wesentlich ist f\u00fcr sie, dass sie sich nicht mehr durch Opposition oder eine behauptete Autonomie ausserhalb der hegemonialen Kulturindustrie positionieren, sondern durchaus am Markt und somit an der Konsumideologie partizipieren.&#8220; (1)<\/p>\n<p>Somit kann P.I.L.T.Z. als \u00dcbersetzung bestehender Institutionen verstanden werden. &#8222;Die \u00dcbersetzung schafft den Mythos der Reinheit und ordnet sich zugleich unter als unrein. In dem sie das Original als Original konstruiert, konstruiert sie sich als sekund\u00e4r und exiliert sich von dem Ort, den sie selbst erschafft.&#8220; (2)<\/p>\n<p>Der Titel &#8222;After University&#8220; l\u00e4sst sich sowohl als zeitlich &#8211; determinierte Lebensphase wie auch als Zitat verstehen. P.I.L.T.Z. \u2014 als strategische Projektionsfl\u00e4che ruft in seinem reproduktiven Ansatz methodische Fragestellungen hervor, denen die StudenInnen aus 8 der 12 Institute exemplarisch in ihren Arbeiten nachgehen. Das Feld der k\u00fcnstlerischen Kommentare, der &#8222;Diplomarbeiten&#8220; ist breit, die Werke ironisch, subversiv und lustvoll, im Entstehungsprozess dominierte eine entspannte Produktivit\u00e4t, gleich als ob die Nicht-Fixiertheit auf den egomanen Autonomiegedanken eine kreative Entlastung bewirkt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Urbanismuskritik, Partizpation, Kontextverschiebung, Fake oder analytische Malerei \u2014 all diese Kunstpraktiken geben Aufschluss \u00fcber die Bandbreite des zeitgen\u00f6ssischen Diskurses, in dem P.I.L.T.Z. verortet ist.<\/p>\n<p>Franziska Maderthaner<br \/>\n(1) zit. Stefan R\u00f6mer, K\u00fcnstlerische Strategien des Fake, Kritik von Original und F\u00e4lschung, K\u00f6ln 2001<br \/>\n(2) zit. Mark Wigley, Architektur und Dekonstruktion: Derridas Phantom, 1998<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[et_pb_section][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243;][et_pb_image admin_label=&#8220;Bild&#8220; src=&#8220;https:\/\/www.maderthaner.cc\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/piltz.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; url_new_window=&#8220;off&#8220; animation=&#8220;right&#8220; sticky=&#8220;off&#8220; title_text=&#8220;piltz&#8220; alt=&#8220;piltz&#8220; \/][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_3&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8220;titel&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;left&#8220;] P.I.L.T.Z. Diplomausstellung in der IG bildende Kunst Grafik und Konzept Franziska Maderthaner \u00a0[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;p.i.l.t.z.&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;left&#8220;] Beitr\u00e4ge von: Markus Br\u00fcgger, Thomas G\u00e4nszler, Johann -Peter Hlustig, Doris Kepplinger, Karin Mihatsch, Silke Pfeifer, Stefan Purucker, Christoph Puschnik, Stefanie Sandh\u00e4ugel, Florian Schafschetzy, Tatia [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":414,"menu_order":7,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><span style=\"color: #ec1a78;\">P. I. L. T. 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