{"id":1456,"date":"2016-02-03T18:31:17","date_gmt":"2016-02-03T17:31:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.maderthaner.cc\/?page_id=1456"},"modified":"2016-02-29T17:00:31","modified_gmt":"2016-02-29T16:00:31","slug":"reflexionen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.maderthaner.cc\/index.php\/text\/reflexionen\/","title":{"rendered":"2000 REflexionen"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8220;titel&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;left&#8220;]<\/p>\n<h5>REflexionen<\/h5>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_3&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8220;REflexionen &#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;left&#8220;]<\/p>\n<p>Die Bedingungen der Malerei als materielle T\u00e4tigkeit werden reflektiert: Bildtr\u00e4ger, Farbe, Textur, Pinsel und Malverfahren. Die Erkenntnis, dass der subjektiv-expressive Gehalt eines abstrakten Gem\u00e4ldes unbrauchbar geworden war f\u00fchrt zu einer Dekonstruktion des angeblich &#8222;expressiven&#8220; Inhalts der Abstraktion. Es geht darum, die Annahme eines autonomen Subjekts &#8211; f\u00e4hig sich selbst durch einen geschlossenen Code von Pinselstrichen und Farbklecksen zu repr\u00e4sentieren &#8211; ad absurdum zu f\u00fchren.<br \/>\nEs geht darum, die Frage nach Authentizit\u00e4t und Erscheinung eines expressiv gemalten Bildwerks zu hinterfragen. Wenn die Wahrnehmung nicht mehr hartn\u00e4ckig an einer idealistisch-\u00e4sthetischen Einstellung, an der Konsumation von geistigen oder expressiven Inhalten festh\u00e4lt; wenn die Wirklichkeit als Folge technischer Perfektionierung von Fotografie und ihrer Manipulation zunehmend problematisch erlebt wird, er\u00f6ffnet &#8222;Malerei als Reflexion&#8220; neue Bereiche von sensueller Differenzierung und Wahrnehmung. Der konzeptuelle Ansatz dieser k\u00fcnstlerischen Praxis im Medium Malerei stellt eine thematische, wie \u00e4sthetische Entlastung dar.<br \/>\nEin gestischer Pinselstrich, nicht mehr als materielle Realit\u00e4t erfahrbar, sondern in seiner &#8222;Realit\u00e4t&#8220; durch die Aufl\u00f6sung in Pixel auf dem Bildschirm relativiert, erh\u00e4lt eine neue Identit\u00e4t und wird in seinem Wesen neu wahrgenommen. Diese neue Verf\u00fcgbarkeit, die die digitale Kultur erm\u00f6glicht, wenn Bilder am Computer und nicht mehr auf der Leinwand entstehen, schafft neue Lesbarkeiten und neue Bedeutungen f\u00fcr das Wesen des Bildes selbst.<\/p>\n<p>Gibt es eine konzeptuelle Malerei? Wie komme ich von der \u00c4sthetik eines Bildes zu einer Mathematik des Bildes? Wie kann ich den Akt der Planung als Teil der Produktion integrieren? Wie kann man mittels Malerei eine Entauratisierung der Subjektivit\u00e4t herbeif\u00fchren? Und noch einen Schritt weiter gedacht &#8211; wie kann man das Verh\u00e4ltnis von Prim\u00e4rinformation (Kunstwerk) und Sekund\u00e4rinformation (Vermittlung) erweitern, indem man es in dieser Reihenfolge wieder in Prim\u00e4rinformation umwandelt? Oder wie kann ich eine kommunikationsorientierte Umwertung von Original und Reproduktion wieder in ein neues Original f\u00fchren?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[et_pb_section][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8220;titel&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;left&#8220;] REflexionen [\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_3&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8220;REflexionen &#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;left&#8220;] Die Bedingungen der Malerei als materielle T\u00e4tigkeit werden reflektiert: Bildtr\u00e4ger, Farbe, Textur, Pinsel und Malverfahren. Die Erkenntnis, dass der subjektiv-expressive Gehalt eines abstrakten Gem\u00e4ldes unbrauchbar geworden war f\u00fchrt zu einer Dekonstruktion des angeblich &#8222;expressiven&#8220; Inhalts der Abstraktion. 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